Chow Yun-Fat Waa Jyun-Biography-1

Auszüge aus dem Buch

Übersetzt aus dem Chinesischen von Bridget Fox

Übersetzt ins Deutsche von Mew


(Fotos von Temple of Chow)

Chow Yun-Fat war ein sehr großes Baby (mit sehr langen Beinen!) und seine Mutter ging frühzeitig ins Krankenhaus, weil sich die Ärzte Sorgen um ihre Gesundheit während der Schwangerschaft machten.
Nach der Geburt holten die Eltern sofort eine Wahrsagerin. Diese sagte vorraus, daß er sehr viel Glück haben wird, daß er in die Welt hinaus gehen würde und große Dinge schaffen würde.
Der Vater von Chow Yun-Fat hat ‘Fat’ als Vornamen ausgesucht, weil es ein vielversprechender Name ist, die Wahrsagerin wählte den Vornamen ‘Yun’ wegen des Monats in dem er geboren wurde, und sein Vater hat das Schriftzeichen für ‘Wasser‘ an ‘Yun’ hinzugefügt, weil sein Name sonst zu wenig Wasser enthalten hätte. Die Familie wohnte mit etwa 10 anderen Familien in einem kleinen Dorf auf Lamma (Eine Insel vor Hongkong). Das Haus hatte weder Strom noch Bad, und ein gutes Essen bestand aus einer Schüssel Reis mit Schweineschmalz.
CYFs Spitzname war ‘Sai Gau’ (‘kleiner Hund’), und im Alter von sechs oder sieben Jahren half er bereits seinem älteren Bruder und seiner Schwester mit dem Vieh. Seiner Mutter half er das Unkraut in den Feldern auzureißen. Sein Vater war Fischer und kam nur ein paarmal im Jahr nach Hause, mit vielen Süßigkeiten für die Kinder.
CYF war ein richtiger Scherzkeks und machte immer sehr gerne Späße. Er und seine Kumpels zündeten gerne Knallkörper an, während gerade jemand im Toilettenhäuschen saß, damit das Opfer schnell hinausrannte, worauf sich die Kinder vor Lachen kugelten.
Wenn die Kinder keine Scherze machten, fingen sie Frösche oder Vögel - es gab natürlich kein Fernsehen.
Chow Yun-Fat war immer der Gangchef.

Jedes Jahr kam eine Operntruppe aus Guang Dong, und gab ein Konzert. Die Kinder krochen unter die Holzbühne, auf der die Truppe spielte und schauten verstohlen unter dem Teppich hervor, den sie mit einem Stock hinaufschoben. Man rannte ihnen hinterher und schlug sie, wenn sie gefunden wurden, aber sie ließen sich nicht abschrecken.
Als die Operntruppe wieder weg war, nutzten die Kinder das Gebäude und alle übriggebliebenen Requisiten, um sich damit ihre eigenen Schauspiele auszudenken und aufzuführen. Sie machten das stundenlang, und man mußte sie zum Essen davon schleppen.

CYF hat damals seinen ersten Film gesehen, Schwarz-weiß im Freien. Er war völlig begeistert und glaubte, daß die Leute mit echten übernatürlichen Mächten durch die Luft flogen. Er und seine Gang haben trotzdem gerne Ärger gemacht. Sie kletterten hinter der Leinwand hoch und sprangen dann hinüber vor die Zuschauer. Man jagte sie immer weg und bestrafte sie, aber das war ihnen egal.
Am ersten Schultag wusste Chow seinen eigenen Namen nicht und sagte, er heisse ‘Sai Gau ‘ . Die anderen Kinder haben ihn ausgelacht - was ihm nicht gefiehl. Er ist nicht gerne zur Schule gegangen und hat oft geschwänzt. In der Klasse bekam er oft Ärger, da er immer frech zum Lehrer war und diesem auch widersprach.

Eines Jahres traf die Schweinepest den Bauernhof, und gleich danach eine Dürre. Deswegen verließ Chows Familie den Bauernhof und zog nach Hongkong. Sie mußten sich an vieles gewöhnen, und der junge Chow Yun-Fat war begeistert, als er zum ersten Mal eine Straßenbahn sah. Sie blieben bei der Großmutter aus Gwang Dong, und sie schimpfte immer wegen jeder Kleinigkeit mit Chow.

Kurz nachdem sie in der Stadt angekommen waren, haben Chows Mutter, seine ältere Schwester und sein Bruder Arbeit gefunden. Die Oma mußte auf Chow Yun-Fat aufpassen, aber sie konnte ihn nich bändigen. Seine Mutter hatte Angst, daß Chow auf die schiefe Bahn geraten würde und schickte ihn ins Internat. Damals war er zwölf, und zum ersten Mal wurde er von seiner Familie getrennt.
Chow meinte später : ”Meine größte Angst bestand immer darin, daß die Leute mich auslachen würden. Ich weinte immer beim waschen, damit es die anderen nicht bemerken, da man die Tränen durch das Wasser nicht sehen kann.”
Er blieb nicht lange an dieser Schule, weil seine Familie umzog. Das passierte oft, da seine Mutter immer die Arbeit wechselte. Jedes Mal mußte er in eine neue Schule gehen, die näher an ihrem neuen Haus lag, und deshalb wurde seine Ausbildung immer wieder unterbrochen. Er lernte mehrere verschiedene Schulsysteme kennen, ob ein linksgerichtetes oder rechtes, ein strenges, oder auch nicht strenges. Er hatte nie großes Interesse am Studium. Ein Lehrer sagte, daß seine Noten ganz durchschnittlich waren, und Chow Yun-Fat ziemlich unartig war.

Er wußte, daß die Familie Geldschwierigkeiten hatte, und hat nie wegen dem Taschengeld genörgelt. Auf Lamma bekam er 3 Cent pro Woche - 2 Cent für Milch und einen Cent, den er für Fischeier ausgab. Wenn er Geld wollte, fand er immer einen Weg, es zu verdienen: er fing Ratten, Mäuse und Tauben und verkaufte diese dann. Er hat auch für Kaulquappen und Regenwürmer Verwendung gefunden! Als er in die Sekundarschule ging, arbeitete er nebenbei in den Schulferien in einem Elektroniklager, wo er elektronische Stromkreise kontrollieren und einpacken mußte. Er erinnerte sich daran: “ Damals hatte ich schlechte Augen, … aber ich habe 200HK Dollar pro Woche verdient … und ich hatte 5 Freundinnen, was eigentlich nicht so schlecht war!”

Publicado el: Martes, 10.Julio 2007 (990 lecturas)
Copyright © por Chow-Yun-Fat.de

Formato de impresión

[ _CONT_GOBACK ]



Languages:

Seleccione el idioma de la interfaz:

ENGLISH FRENCH GERMAN SPANISH TURKISH _LANGGERMAN (Du)

Subscribe:

Archive:



The Legendary Fan

:


 

Hong Kong Cinémagic